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Beitrag: Aktuelle WebDesign Trends (2008)
von Michael Aringer.
Von Web 2.0 ist kaum mehr die Rede und auch vom Hochglanz-Design wird mittlerweile Abstand genommen. Zwar proklamieren viele Webdesigner und Weblogger das Grunge-Design als aktuellen Trend, doch der Meinung kann ich mich nur teilweise anschließen.

Bild: Grunge-Design als Retro-Trend
Grunge-Design
Als Grunge-Websites bezeichnet man Seiten, denen man absichtlich Ecken und Kanten verliehen hat, um ihnen Charakter zu verleihen. Speckige, abgerissene und fleckige Oberflächen sind genauso vertreten wie schiefe Buttons, Handzeichnungen und Kritzeleien. Dieser Trend ist jedoch keineswegs neu, nur wurde er von einigen privaten Webdesignern und Webloggern für das Jahr 2008 zum Trend erhoben. Im kommerziellen Webdesign sieht man Grundge-Design jedoch relativ selten.
Trend-Spaltung
War also das Hochglanz-Design des "Web 2.0" im letzten Jahr noch sowohl im privaten, als auch für den kommerziellen Bereich anwendbar, so ist das Grunge Design doch eher dem privaten oder Freizeit-Bereich vorbehalten, wohingegen sich kommerzielle Seiten wieder einem formellerem Gestaltungscharakter der Homepagegestaltung zuwenden.
Technik und Technologie
Was besonders im letzten Jahr Einzug im Netz gehalten hat, setzt sich auch in diesem Jahr weiterhin fort. Mehr und mehr Seiten erweitern ihre Funktionen mittels Ajax (JavaScript). JavaScript gibt es zwar bereits seit langem, einstmals für bloße Spielereien angewandt ist es nun jedoch zu einem sehr nützlichen, wenngleich auch sehr umstrittenen Hilfsmittel geworden. So fühlen sich viele Seiten nicht mehr nach Internet, sondern nach Desktop-Anwendung an, da Funktionen wie Drag&Drop, laden neuer Inhalte ohne eine Seite neu laden zu müssen, etc. möglich werden.
Trotz der vielen Vorteile von Ajax gibt es hinsichtlich der Barrierearmut große Bedenken. Dennoch ist eine gut gemachte Ajax-Seite üblicherweise jeder Flash-Seite vorzuziehen. Barrierefreie Seiten werden jedoch im Normalfall kein JavaScript verwenden oder eine solche Programmierung nur als Extra bzw. Alternative vorsehen.
Neue Browser wie Firefox 3 und Internet Explorer 8 eröffnen Webdesignern und Usern (theoretisch) viele neue Möglichkeiten. In der Praxis muss man leider feststellen, dass immer noch zu viele Internet-User mit dem hoffnungslos veralteten Internet Explorer 6 aus dem Jahr 2001! im Netz unterwegs sind. Viele Innovationen, die moderne Browser zulassen würden können somit nicht zur Anwendung kommen, wenn man auf die immer noch recht große Zahl der IE6-Nutzer Rücksicht nehmen will. Ich wage jedoch zu behaupten, dass sich viele Webdesigner nicht mehr lange auf den alten Internet Explorer einlassen werden, sobald der IE8 heraußen ist.
News-Feeds
Nicht neu, dennoch immer noch relativ unbekannt sind News-Feeds (siehe Geheimnisvolles RSS). Langsam aber doch nimmt der Siegeszug von RSS seinen Lauf und macht auch den einen oder anderen News-Letter unnötig.
Web-Standards
Wer als Webdesigner etwas auf sich hält und zukunftsorientiert arbeitet, der baut auf Webstandards. Auch wenn das Webstandards nicht zwangsläufig etwas mit Barrierefreiheit zu tun haben müssen, so gehen beide Begriffe üblicherweise Hand in Hand. Weniger groß ist das Bewusstsein zu diesem Thema noch bei den Kunden, trotz der verpflichtenden Gesetzgebung bezüglich Barrierefreiheit im Internet. Ich hoffe, dass die Gemeinde der Webdesigner zusammen mit entsprechenden Organisationen dieses Bewusstsein weiter stärken kann.
Kategorie: Web-Trends